Tübingen UB 

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Universitätsbibliothek Tübingen

Informationen zur Bibliothek
Die UB Tübingen stammt wie die im Jahre 1477 gegründete Universität Tübingen noch aus dem späten Mittelalter und gehört somit zu dem Dutzend mitteleuropäischer Universitätsbibliotheken aus der Zeit vor 1500. Im Gegensatz zu anderen hat sie in dem halben Jahrtausend ihres Bestehens keine größeren Verluste erlitten. Ihre Bestände, im 19. Jh. auf Schloss Hohentübingen untergebracht, waren jedenfalls zu Beginn des 20. Jh. so sehr angewachsen, dass - wie in vielen anderen Fällen (vgl. 07 Historismus) - ein Neubau zwingend notwendig geworden war.
Nach Plänen des Architekten Paul Bonatz (1877-1956) wurde das repräsentative, doch nicht hoheitsvolle Bibliotheksgebäude errichtet, ein Bauwerk, das keinesfalls abweisend, sondern eher freundlich und einladend wirkt (Bilder 1 und 2). Keine lang gezogene Treppe in rechtwinkligen Formen, sondern eine von drei Seiten her begehbare Außentreppe führt zu dem Eingang, über dem die Inschrift "Königliche Universitätsbibliothek" bis heute daran erinnert, dass es noch das Königreich Württemberg war, welches die Bibliothek hat errichten lassen, und zwar in den Jahren 1910 bis 1912, also noch vor dem Ersten Weltkrieg und dem Ende der Monarchien in Deutschland. Die UB hatte zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte ein eigenes Gebäude.
Das Glanzstück des Gebäudes ist der Lesesaal mit Eichenholz-Vertäfelung und Galerie sowie einem eindrucksvollen halbrunden Wandgemälde in den Ausdrucksformen des Jugendstils.
Nach dem Zweiten Weltkrieg genügte der Zuschnitt der Bibliothek den gestiegenen Anforderungen nicht mehr. Im Jahre 1963 wurde ein angrenzend errichteter Erweiterungsbau bezogen (neuer Lesesaal Bilder 07-09), jetzt als Hauptgebäude bezeichnet. Der heute denkmalgeschützte Bonatz-Bau beherbergt vor allem die Abteilung Handschriften und Alte Drucke, Ausstellungsräume u.a.; im nunmehr historischen Lesesaal steht eine Handbibliothek mit etwa 9.000 Bänden zur Verfügung. - Im Jahre 2002 wurde ein zweiter Erweiterungsbau (mit Freihandmagazin) bezogen, durch einen geschlossenen Übergang über den Bach "Ammer" erreichbar und daher Ammerbau genannt.
Die UB Tübingen hat heute einen Bestand von etwa 3½ Mio. Bänden.

[Die Aufnahmen sind im Jahre 2002 während einer Exkursion mit Studierenden des Fachs Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin gemacht worden.]

Wildermuth, Ralf: Der Bonatzbau der Universitätsbibliothek Tübingen : funktionelle Bibliotheksarchitektur am Anfang d. 20. Jh. - Tübingen : Mohr, 1985. - X, 174 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt. - (Contubernium ; 30)
ISBN 3-16-444977-1

Internet: www.ub.uni-tuebingen.de

Kontakt: Universitätsbibliothek Tübingen,
Wilhelmstraße 32, D - 72074 Tübingen

Tübingen UB alt 01
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Tübingen UB alt 02
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Tübingen UB alt 03
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Tübingen UB alt 04
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Tübingen UB alt 05
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Tübingen UB alt 06
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Tübingen UB alt 07
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Tübingen UB alt 08
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Tübingen UB alt 09
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